Sportler überreichen 14 440 Euro an das Andreaswerk

Visbek - Es ist eine Frage, die auch den FC Varnhorn seit fast 40 Jahren beschäftigt: Wie können Menschen mit Beeinträchtigungen am besten gefördert und begleitet werden? Fest steht, dass finanzielle wie ideelle Hilfen gleichermaßen bedeutsam sind, wenn Unterstützung erfolgreich und nachhaltig sein soll. Für den Sportverein aus Visbek bedeutet das, Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, die zugunsten, aber ebenso für und mit Menschen mit Beeinträchtigungen stattfinden – wie das Benefizturnier um den Clemens-Bramlage-Gedächtnispokal. Den Erlös aus dem diesjährigen 20. Turnier überreichte Klaus Muhle, Vorsitzender des FC Varnhorn, jetzt in Form eines symbolischen Schecks an Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerkes.

Bei der Veranstaltung Ende März waren rund 14 440 Euro zugunsten des Andreaswerkes zusammengekommen. Nach Spenden an die Kontakt- und Begegnungsstätte SAM, die Erich Kästner-Schule oder die Andreas-Stiftung geht das Geld dieses Mal an den neuen Heilpädagogischen Kindergarten (HPK) in Visbek. Aktuell befindet sich die Einrichtung „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte Visbek“ noch im Bau, soll jedoch ab Sommer Platz für 56 Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen bieten. Eine weitere Kindergarten- sowie Krippengruppe entstehen voraussichtlich in der Benedikt-Schule, in der durch den Umzug der beiden heilpädagogischen Gruppen in den Neubau Räumlichkeiten frei werden.

„Ich weiß, Ihr werdet das Geld gut anlegen“, betonte Klaus Muhle bei der Scheckübergabe in dem neuen Gebäude an der Overbergstraße. Mit dem Ergebnis, aber ebenso dem Verlauf der Veranstaltung selbst zeigte sich der Vereinsvorsitzende bei dieser Gelegenheit hochzufrieden. „Die Vorführungen in der Sporthalle und die Möglichkeit, den Neubau zu besichtigen, haben zusammen eine gute Mischung ergeben“, zog er ein positives Fazit. Sowohl auf den Rängen in der Halle als auch bei den Führungen durch den HPK und die darüber liegenden Wohnungen sei an dem Sonntagnachmittag „permanent Verkehr“ gewesen. An dem Programm hatten sich unter anderem die Showgruppe „In Motion“ des SFN Vechta,  die Tanzgruppe „Fröhlicher Reigen“ des Andreaswerkes, die Judo-Tiger Visbek, die Kindergruppe „Wild-Cats“ sowie der Musikverein und der Spielmannszug beteiligt.

Erstmals 1980 und seitdem alle zwei Jahre veranstaltet der FC Varnhorn das Benefizturnier zugunsten des Andreaswerkes. Über 190 000 Euro konnten bislang für den guten Zweck gesammelt werden. „Was hier seit Jahrzehnten geleistet wird, ist einzigartig“, erklärte dazu Bürgermeister Gerd Meyer. Der Verein sei ein Vorbild für andere und gehe mit seinem Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft mit gutem Beispiel voran. „Ich bin stolz auf den FC Varnhorn“, so Meyer. Seinem Dank an alle engagierten Helfer schloss sich auch Matthias Warnking an. „Ob Organisationsteam, Losverkäufer und -käufer oder die hiesigen Geschäftsleute: Sie alle tragen dazu bei, dass die Aktion jedes Mal aufs Neue ein Erfolg wird“, sagte der Geschäftsführer des Andreaswerkes. In seiner kurzen Ansprache unterstrich er zugleich die jahrelange enge Verbundenheit des Andreaswerkes mit dem FC Varnhorn, die über die materielle Unterstützung hinausgehe. „Hier wird das Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gelebt“, machte er deutlich.

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Klaus Muhle, Vorsitzender FC Varnhorn (9. von rechts), überreichte in Anwesenheit einige seiner Vorstandskollegen und Bürgermeister Gerd Meyer (7. von links) einen symbolischen Scheck an Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk (4. von rechts), und Sabrina Sperling, Abteilungsleitung HPK Visbek (6. von rechts), sowie weitere Vertreter aus dem Andreaswerk – darunter Aloys Freese, Aufsichtsratsvorsitzender Andreaswerk (Mitte), Dominik Fahlbusch, stellvertretender Geschäftsführer (5. von links), und Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Kindergarten und Frühförderung (rechts).
Foto Thiel