EWE-Mitarbeiter spenden an Heilpädagogischen Kindergarten

Vechta - Einen symbolischen Scheck in Höhe von 2 000 Euro für den Heilpädagogischen Kindergarten (HPK) St. Nepomuk des Andreaswerkes konnten jetzt Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Kindergarten, sowie Jan Wegmann, Abteilungsleiter HPK St. Nepomuk, entgegennehmen. Das Geld stammt aus einem Hilfsfonds von Mitarbeitern mehrerer EWE-Gesellschaften. „Über 90 Prozent der Belegschaft verzichtet dafür jeden Monat auf die Cent-Beträge ihres Nettogehalts“, erklärte Carsten Hahn, Vorsitzender des EWE-Gesamtbetriebsrats, bei der Übergabe in Vechta. Begleitet wurde er dabei von Marcel Wehkamp, Vorsitzender des Betriebsrats der Geschäfts- und Netzregion Cloppenburg/Emsland, sowie Andrea Holters, Mitarbeiterin von EWE Netz.

Andrea Holters, selbst Vechtaerin, hatte den Heilpädagogischen Kindergarten für die Aktion „Restcentspende“ vorgeschlagen, mit der in regelmäßigen Abständen soziale Einrichtungen unterstützt werden. Wofür die Summe in der nun bedachten Einrichtung des Andreaswerkes verwendet werden soll, steht laut Siegfried Böckmann und Jan Wegmann bereits fest. „Damit das Geld direkt den Kindern zugutekommt, möchten wir es zur Finanzierung neuer Spielgeräte nutzen“, so Jan Wegmann. Fachbereichsleiter Siegfried Böckmann hob im Rahmen der Scheckübergabe zugleich den ideellen Wert der Spende für ihn und seine Mitarbeiter hervor. „Für uns sind Zuwendungen wie diese immer auch ein Zeichen und eine Bestätigung dafür, dass unsere Arbeit anerkannt und wertgeschätzt wird“, bedankte sich Böckmann bei den EWE-Mitarbeitern. 

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Carsten Hahn (links), Marcel Wehkamp (2. von rechts) und Andrea Holters (2. von links) von der EWE überreichten den symbolischen Scheck an Siegfried Böckmann (rechts), Fachbereichsleiter Kindergarten, und Jan Wegmann (Mitte), Abteilungsleiter Heilpädagogischer Kindergarten St. Nepomuk in Vechta.
Foto: Thiel
 

Frauengemeinschaft spendet 1 000 Euro für Wippe

Vechta - Zwar ist die neue Wippe im Garten des Heilpädagogischen Kindergartens (HPK) St. Nepomuk Vechta in erster Linie für Rollstuhlfahrer bestimmt. Ausprobieren durften die Frauen der St. Jacobus Frauengemeinschaft aus Lutten das speziell angefertigte Spielgerät bei ihrem jetzigen Besuch dennoch. Schließlich hatte ihre Spende in Höhe von 1 000 Euro wesentlich dazu beigetragen, dass die Wippe überhaupt erworben werden konnte.

„Einmal im Monat feiert die Frauengemeinschaft eine eigene Messe. Die dort gesammelte Kollekte geht jeweils an einen von uns ausgewählten guten Zweck“, erklärte eine der Frauen, woher die gespendete Summe stammt. Das Geld selbst hatten sie bereits Anfang des Jahres an Jan Wegmann, Abteilungsleiter HPK St. Nepomuk, überreicht.

Dieser nahm die nun erfolgte Fertigstellung der Wippe zum Anlass, die Spenderinnen erneut nach Vechta einzuladen. „Wir wollten der Gruppe gerne zeigen, was wir mit dem Geld gemacht haben“, betonte der Abteilungsleiter. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, sich ein weiteres Mal für die Unterstützung zu bedanken. Besondere Anschaffungen wie diese seien oft nur über Spenden finanzierbar, so Wegmann.

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Mitglieder der St. Jacobus Frauengemeinschaft aus Lutten machten sich mit dem Rad auf den Weg nach Vechta, um einen Blick auf die neue Wippe zu werfen.
Foto Thiel

Vortrag zum Bundesteilhabegesetz jetzt anfordern

Vechta - Ziel des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern. Doch für diejenigen, die von den Änderungen eigentlich profitieren sollen, sowie für ihre Angehörigen und Betreuer sind die neuen Vorgaben vielfach mit offenen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Die Angehörigen- und Betreuerbeiräte des Andreaswerkes haben dieses Problem bereits früh erkannt und Ende vergangenen Jahres eine neue Veranstaltungsreihe zum BTHG ins Leben gerufen. Auf dem zweiten von mehreren geplanten Infoabenden referierte jetzt Rechtsanwalt Sebastian Tenbergen vom Bundesverband der körper- und mehrfachbehinderten Menschen unter anderem über die Themen Leistungsbeantragung und Bedarfsermittlung.

Wer die Veranstaltung nicht besuchen konnte oder die Ausführungen des Referenten noch einmal nachlesen möchte, hat ab sofort die Möglichkeit, den Vortrag in schriftlicher Form anzufordern. Ansprechpartnerin hierfür ist Stefanie Stolle aus dem Fachbereich Wohnen und Assistenz des Andreaswerkes (E-Mail: ). Der Fachbereich weist darauf hin, dass der Vortrag ausschließlich digital, als PDF im E-Mail-Anhang, verschickt wird.

Projektergebnisse auf Fachtagung vorgestellt

Lingen - Verständigung, Austausch, Information und die Mitteilung eigener Wünsche – all diese Grundbedürfnisse stellen Menschen mit Beeinträchtigungen oftmals vor kommunikative Barrieren. Damit werden Teilhabe und Inklusion wortwörtlich „behindert“.

Vor diesem Hintergrund hat die Gütegemeinschaft „Die Vielfalter – Experten für Teilhabe“ gezielt nach Lösungsansätzen für eine barrierefreie und damit „Gelingende Kommunikation“ in verschiedensten Alltags- und Lebenssituationen gesucht. Im Rahmen eines vom Land Niedersachsen geförderten dreijährigen Projektes haben sich acht Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe in der Region Süd-West Niedersachsen  mit circa 16 000 Klientinnen und Klienten sowie 6 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  auf gemeinsame Standards für eine zielgruppengerechte gelingende Kommunikation  geeinigt. Diese  einrichtungsübergreifend angewendeten Kommunikationsmöglichkeiten ermöglichen fließende Übergänge  für  Menschen mit Beeinträchtigungen und schaffen Verbindlichkeit in der gemeinsamen Kommunikation.

Über die Projektergebnisse wurde auf der Fachtagung „Gelingende Kommunikation“ am 2. Mai 2018 im Ludwig-Windhorst-Haus in Lingen auf vielfältige Weise informiert. Eingeladen waren Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit, Menschen mit Behinderungen sowie Fachkräfte aus der Behindertenhilfe. Als Referenten verdeutlichten unter anderen Marion Tapken, die selbst mit einem elektronischen Hilfsmittel kommuniziert, sowie Prof. Prof. Dr. phil. Gregor Renner, KH Freiburg und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation, die Vielfältigkeit des Themas. Am Nachmittag bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, einzelne Aspekte im Rahmen von Workshops weiter zu vertiefen.

„ Unser Ziel ist es, die erarbeiteten Standards zu erläutern und einen Ausblick zu geben, wie eine praxisnahe Implementierung erfolgen kann“, führte Barbara Strunk, Projektleiterin, die das Programm moderierte, ein. Michael Korden, Sprecher der Vielfalter, ergänzte: „Zudem möchten wir weitere Netzwerkpartner gewinnen und auch die breite Öffentlichkeit mit diesem wichtigen Thema erreichen.“ Dass die Fachtagung zwar den abschließenden Höhepunkt des geförderten Projektes symbolisierte, das Thema „Gelingende Kommunikation“  damit aber keinesfalls abgeschlossen sei, war Michael Korden wichtig: „Wir als Verbund der Vielfalter, möchten das Thema auch zukünftig vorantreiben. Dafür benötigen wir Sie, die das Thema mit in Ihren Arbeitsalltag integrieren und damit in der Praxis umsetzen. Und so ist unser großes Ziel, das Thema ‚Gelingende Kommunikation‘  langfristig nicht nur einrichtungsübergreifend  zu implementieren, sondern auch in die Sozialräume zu tragen.“

 

Die Projektgruppe "Gelingende Kommunikation" stellte ihre Arbeit vor.

 

Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit, Menschen mit Behinderungen sowie Fachkräfte aus der Behindertenhilfe waren für die Fachtagung nach Lingen gekommen.

 

Text und Bilder Stefanie Meyer, Marketing Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

Sportler überreichen 14 440 Euro an das Andreaswerk

Visbek - Es ist eine Frage, die auch den FC Varnhorn seit fast 40 Jahren beschäftigt: Wie können Menschen mit Beeinträchtigungen am besten gefördert und begleitet werden? Fest steht, dass finanzielle wie ideelle Hilfen gleichermaßen bedeutsam sind, wenn Unterstützung erfolgreich und nachhaltig sein soll. Für den Sportverein aus Visbek bedeutet das, Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, die zugunsten, aber ebenso für und mit Menschen mit Beeinträchtigungen stattfinden – wie das Benefizturnier um den Clemens-Bramlage-Gedächtnispokal. Den Erlös aus dem diesjährigen 20. Turnier überreichte Klaus Muhle, Vorsitzender des FC Varnhorn, jetzt in Form eines symbolischen Schecks an Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerkes.

Bei der Veranstaltung Ende März waren rund 14 440 Euro zugunsten des Andreaswerkes zusammengekommen. Nach Spenden an die Kontakt- und Begegnungsstätte SAM, die Erich Kästner-Schule oder die Andreas-Stiftung geht das Geld dieses Mal an den neuen Heilpädagogischen Kindergarten (HPK) in Visbek. Aktuell befindet sich die Einrichtung „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte Visbek“ noch im Bau, soll jedoch ab Sommer Platz für 56 Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen bieten. Eine weitere Kindergarten- sowie Krippengruppe entstehen voraussichtlich in der Benedikt-Schule, in der durch den Umzug der beiden heilpädagogischen Gruppen in den Neubau Räumlichkeiten frei werden.

„Ich weiß, Ihr werdet das Geld gut anlegen“, betonte Klaus Muhle bei der Scheckübergabe in dem neuen Gebäude an der Overbergstraße. Mit dem Ergebnis, aber ebenso dem Verlauf der Veranstaltung selbst zeigte sich der Vereinsvorsitzende bei dieser Gelegenheit hochzufrieden. „Die Vorführungen in der Sporthalle und die Möglichkeit, den Neubau zu besichtigen, haben zusammen eine gute Mischung ergeben“, zog er ein positives Fazit. Sowohl auf den Rängen in der Halle als auch bei den Führungen durch den HPK und die darüber liegenden Wohnungen sei an dem Sonntagnachmittag „permanent Verkehr“ gewesen. An dem Programm hatten sich unter anderem die Showgruppe „In Motion“ des SFN Vechta,  die Tanzgruppe „Fröhlicher Reigen“ des Andreaswerkes, die Judo-Tiger Visbek, die Kindergruppe „Wild-Cats“ sowie der Musikverein und der Spielmannszug beteiligt.

Erstmals 1980 und seitdem alle zwei Jahre veranstaltet der FC Varnhorn das Benefizturnier zugunsten des Andreaswerkes. Über 190 000 Euro konnten bislang für den guten Zweck gesammelt werden. „Was hier seit Jahrzehnten geleistet wird, ist einzigartig“, erklärte dazu Bürgermeister Gerd Meyer. Der Verein sei ein Vorbild für andere und gehe mit seinem Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft mit gutem Beispiel voran. „Ich bin stolz auf den FC Varnhorn“, so Meyer. Seinem Dank an alle engagierten Helfer schloss sich auch Matthias Warnking an. „Ob Organisationsteam, Losverkäufer und -käufer oder die hiesigen Geschäftsleute: Sie alle tragen dazu bei, dass die Aktion jedes Mal aufs Neue ein Erfolg wird“, sagte der Geschäftsführer des Andreaswerkes. In seiner kurzen Ansprache unterstrich er zugleich die jahrelange enge Verbundenheit des Andreaswerkes mit dem FC Varnhorn, die über die materielle Unterstützung hinausgehe. „Hier wird das Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gelebt“, machte er deutlich.

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Klaus Muhle, Vorsitzender FC Varnhorn (9. von rechts), überreichte in Anwesenheit einige seiner Vorstandskollegen und Bürgermeister Gerd Meyer (7. von links) einen symbolischen Scheck an Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk (4. von rechts), und Sabrina Sperling, Abteilungsleitung HPK Visbek (6. von rechts), sowie weitere Vertreter aus dem Andreaswerk – darunter Aloys Freese, Aufsichtsratsvorsitzender Andreaswerk (Mitte), Dominik Fahlbusch, stellvertretender Geschäftsführer (5. von links), und Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Kindergarten und Frühförderung (rechts).
Foto Thiel