Aktuelles
Rufbereitschaft gegen Blumen gießen

immentun spatenstich lq
Stechen für das neue Projekt gerne in die Erde (v.l.nr.): Michael Bienefeld (Bauleiter), Georg Bocklage (Architekt), Dominik Fahlbusch (Geschäftsführer der Andreas-Stiftung), Aloys Freese (Vorsitzender Andreas-Stiftung), Dr. Gerhard Tepe (Vorsitzender der Georgs-Stiftung) und Aloys Deeken (stellvertretender Vorsitzender St. Georgs-Stiftung).

Foto:
Landes-Caritasverband für Oldenburg/Dietmar Kattinger

Vechta - Der wirtschaftliche Gewinn soll nicht im Vordergrund stehen: Das machten die Verantwortlichen des neuen Projekts „Campus inklusiv(e)“ am Donnerstag, 2. März, vor der Presse deutlich. Hinter dem bereits existierenden ‚Studentenwohnheim Immentun‘ solle unter einem Dach vielmehr bezahlbarer und stadtnaher Wohnraum für Studierende und Menschen mit Behinderung entstehen, führte Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe aus. Träger des „Projekts mit Modellcharakter“ sind die beim Landes-Caritasverband angesiedelte ‚Georgs-Stiftung‘ sowie die Andreas-Stiftung des Andreaswerks mit Sitz in Vechta.

Ab sofort rollen die Bagger für 13 neue Wohnungen, die maximal 45 Personen ein zu Hause bieten werden. Gebaut werde in 2,5-facher Geschosshöhe, erläuterte Architekt Georg Bocklage. In acht der Wohnungen mit jeweils 73 Quadratmetern werden je drei Studierende ziehen. In die weiteren fünf Wohnungen wird jeweils ein Mieter mit Behinderung sein Zuhause finden.

„Anders-Sein soll als ganz normal erlebt werden“, beschrieb Dominik Fahlbusch vom Andreaswerk das Ziel der Initiative. Ein „bodenständiges Miteinander“ solle erreicht werden. Wie die anderen 90 Personen mit Einschränkungen, die das Andreaswerk derzeit ambulant im Landkreis Vechta betreut, werden auch die Bewohner am Immentun weiterhin professionelle Begleitung erhalten.

Die Studierenden müssten selbstverständlich keine pädagogischen oder pflegerischen Experten sein, führte Fahlbusch weiter aus. Vorausgesetzt werde aber wohl ein Interesse am jeweils anderen. So sei geplant, dass die Studierenden abwechselnd ein „Ruf-Handy“ haben werden, das die gehandicapten Mitbewohner je nach Situation anrufen können. Die eingeschränkten Bewohner wiederum könnten den Studierenden im Urlaub beispielsweise die Blumen gießen oder die Katze füttern, beschrieb Fahlbusch die „kleinen Dinge“, um die es gehen soll.

Die Kosten von zwei Millionen Euro trägt zu zwei Dritteln die Georgs-Stiftung und zu einem Drittel die Andreas-Stiftung.

Text: Landes-Caritasverband für Oldenburg/Dietmar Kattinger


Sonderbudget soll Flüchtlingen helfen

Vechta – Rund zehn bis 15 Prozent der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Deutschland sollen laut Schätzungen eine chronische Krankheit oder eine Behinderung haben. Nach Artikel 21 der EU-Aufnahmerichtlinie gelten sie als besonders schutzbedürftig. Auch die Andreas-Stiftung hat sich des Themas Flüchtlinge und Flüchtlingshilfe angenommen. Um an dieser Stelle schnell und unkompliziert helfen zu können, stellt das Kuratorium ein kleines Sonderbudget für Asylbewerber und Flüchtlinge mit Behinderung zur Verfügung.

Betroffene, die sich im Landkreis Vechta aufhalten, können demnach einen Antrag auf eine Soforthilfe stellen, obwohl sie keinen festen Wohnsitz vor Ort haben. Unter dem Motto „Lebensfreude für alle“ unterstützt die Andreas-Stiftung dort, wo staatliche Hilfe nicht mehr greift. Dabei kann es um spezielle Hilfsmittel gehen, aber ebenso um Maßnahmen zur Teilhabe im sozialen Umfeld.



Nur durch Ihre Spenden möglich: Therapeutisches Reiten

andreas stiftung plakat