Schüler gießen Kerzen für den Weihnachtsmarkt

Vechta - Ein bisschen Paraffin, ein Docht – und fertig ist die Kerze? Etwas mehr stecke schon dahinter, erklärt Juliana Hake, Mitarbeiterin der Erich Kästner-Schule Vechta. Schließlich muss das Paraffin zunächst gut erhitzt, dann mit Pigmenten eingefärbt und zuletzt vorsichtig in die bereitstehenden Gläschen gefüllt werden. „Ein langwieriger Prozess“, betont sie. Denn: Erst wenn die alte Schicht völlig ausgehärtet ist, kann die nächste gegossen werden. Mehr als eine Schicht pro Tag schaffen sie und ihre Schüler aus der Abschlussstufe so zwar nicht. Dass bis zum Weihnachtsmarkt des Andreaswerkes am ersten Advent (2. Dezember) genügend Kerzen für den schuleigenen Stand fertig sind, ist für die Nachwuchskünstler aber Ehrensache.

60 Stück wollen sie anfertigen und dafür rund neun Kilogramm Paraffin verarbeiten. Und was macht den Schülern dabei am meisten Spaß? „Sie finden es toll, die verschiedenen Farbpigmente auszuprobieren“, weiß Juliana Hake. Fünf Pigmente von gelb bis lila hat sie für das Projekt besorgt und freut sich, dass die Schüler dadurch auch viel über die Farbenlehre erfahren. „Wir überlegen zum Beispiel zusammen, was passieren würde, wenn man mehrere oder sogar alle Farben mischt“, berichtet die Mitarbeiterin. Gleichzeitig sei das Gießen der einzelnen Schichten eine gute motorische Übung – und eine echte Herausforderung. Immerhin kann schon ein kleines Ruckeln dazu führen, dass unschöne Farbränder entstehen.

Klar, dass die fertigen Werke zum Abschluss noch weihnachtlich verpackt werden sollen, bevor Mitarbeiter und Schüler mit ihnen den Stand auf dem Weihnachtsmarkt bestücken. „So eignen sie sich natürlich auch sehr gut als Geschenk“, betont Juliana Hake augenzwinkernd. Ein weiteres ideales Mitbringsel zur Weihnachtszeit: Die selbst gemachten Seifen aus der Erich Kästner-Schule Visbek, die ebenfalls am 2. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt in der Landwehrstraße erhältlich sein werden.

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Das Ausprobieren der Farbpigmente machte den Schülern besonders viel Spaß.
Foto: Thiel