Aktuelles aus dem November


Gemeinsamer Abend soll Blick auf und für andere Menschen schärfen

Firmlinge aus der Gemeinde St. Laurentius Langförden/Bühren backen mit Bewohnern aus dem Andreaswerk zusammen Pizza

Vechta - Zwiebeln auf selbst gemachter Pizza? Bei den meisten Bewohnern der Betreuten Wohngruppe Alter Ziegelhof stößt diese kulinarische Zusammensetzung auf eher wenig Begeisterung. Dafür durfte es beim jetzigen Pizzabacken mit drei Firmlingen und einem FSJler aus der Kirchengemeinde St. Laurentius Langförden/Bühren  gerne der eine oder andere Löffel Mais mehr sein.

„Ich glaube schon, dass die Jugendlichen hier ganz viel mitnehmen“, sagt Marina Busse. Seit September 2014 ist die Pastoralreferentin in der Gemeinde St. Laurentius tätig und dort unter anderem für die Firmvorbereitung zuständig. Rund 40 Jugendliche betreut sie aktuell im Rahmen der Vorbereitungszeit, die im September startete und noch bis Januar 2019 dauert. Genügend Zeit also, um neben dem eher theoretischen Teil auch das eine oder andere Projekt durchzuführen. „Wo kann ich mich in der Gemeinde engagieren? Was würde Jesus an unserer Stelle tun? Das sind die Fragen, die wir uns stellen“, erklärt dazu die Pastoralreferentin.

Die Ziele der gemeinsamen Aktionen: Den Blick auf und für andere Menschen schärfen. Grenzen und eigene Hemmschwellen abbauen. Und einmal über den Tellerrand des eigenen Familien- und Freundeskreises hinausschauen. Aber wieso gerade Pizzabacken? „Pizza mögen fast alle. Und wenn man erst einmal gemeinsam gegessen hat, löst sich auch die anfängliche Scheu ganz schnell auf“, erklärt Marina Busse. Die Pastoralreferentin spricht aus Erfahrung, hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit ihren Firmlingen in den Wohneinrichtungen des Andreaswerkes „zum Pizzaessen eingeladen“.

„Viele kennen den Namen Andreaswerk, aber selten die Menschen, die hier leben und arbeiten“, macht sie deutlich. Inzwischen habe sie bereits mehrfach erlebt, dass frühere Teilnehmer der Pizzaback-Aktion sich anschließend um einen Praktikumsplatz im Andreaswerk beworben hätten. Für Marina Busse steht fest: Die Aktion soll - wenn möglich - auch in Zukunft stattfinden.

An den Bewohnern der Betreuten Wohngruppe Alter Ziegelhof dürfte dieses Vorhaben jedenfalls nicht scheitern. Sie freuen sich schon jetzt auf die nächste Gelegenheit, Zutaten zu schnippeln, Pizzateig auszurollen und den Teig gemeinsam mit ihren Besuchern lecker zu belegen. Ohne Zwiebeln natürlich.

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pizza 3 lq  Fotos: Thiel

veröffentlicht am 28.11.2018


Aktuelles aus dem Oktober


Aktion hilft Umwelt und Einrichtungen vor Ort

Eichen- und Franziskusapotheke Lohne spenden 500 Euro aus Verkauf von Plastiktragetaschen an Wohnheim

Lohne - Früher war sie beim Einkauf nicht wegzudenken, heute verzichten immer mehr Kunden darauf. Durchschnittlich 29 Plastiktüten verbrauchte jeder Deutsche im vergangenen Jahr – und damit 16 weniger als noch 2016. Einer der Gründe für den Rückgang von zirka 35 Prozent: In vielen Geschäften kostet die Plastiktüte inzwischen extra. Die  Apothekerin Beate Looschen aus Lohne hat damit ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht.  

„Seit wir in der Eichen-und Franziskusapotheke unsere Plastiktragetaschen berechnen, geben wir rund 90 Prozent weniger heraus“, schätzt sie. Von der vor etwas über zwei Jahren gestarteten Aktion habe ihr zufolge jedoch nicht nur die Umwelt profitieren sollen. „Uns war von Anfang an klar, dass wir das eingenommene Geld nicht behalten, sondern damit soziale Einrichtungen aus dem Ort unterstützen wollen“, betont Beate Looschen. Als Empfänger der Spende hatten sie und ihre Mitarbeiter in diesem Jahr das Lohner Wohnheim des Andreaswerkes ausgewählt.

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500 Euro dort genau Verwendung finden werden, konnte Christian Klumpe, Vorsitzender der Gesamtbewohnervertretung, bei der jetzigen Scheckübergabe zwar noch nicht sagen. Voraussichtlich soll die Summe aber der Freizeitgestaltung der Einrichtung zugutekommen. Unabhängig von der letztendlichen Verwendung steht das Urteil der Bewohner sowie Hausleiterin Marietta Sandmann über die Aktion selbst längst fest: „Eine tolle Sache!“

Das finden auch die Kunden der Eichen-und Franziskusapotheke. „Viele unserer Kunden sind sehr interessiert daran, wohin das Geld geht – und geben für den guten Zweck gerne den einen oder anderen Cent mehr“, berichtet Beate Looschen. Klar, dass die erfolgreiche  Aktion künftig weiterlaufen soll. „Denn davon“, ist die Apothekerin überzeugt, „profitieren alle.“

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Christian Klumpe (li.), Markus Lampe (2. v. li.), Michael Müller (2. v. re.) sowie Marietta Sandmann (re.), Hausleitung Wohnheim Lohne des Andreaswerkes, bedankten sich mit einem Blumenstrauß bei Apothekerin Beate Looschen (Mitte) für die Spende. Bild: Andreaswerk/Thiel

veröffentlicht am 08.10.2018


Aktuelles aus dem September

16 inklusive Staffeln beim 7. OLB Triathlon am Heidesee

Holdorf - Sportlich ambitionierte Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen nehmen am 7. OLB Triathlon Heidesee in Holdorf am 9. September teil. Die „Teams triklusiv“ setzen sich aus jeweils zwei Sportlern ohne und einem mit Beeinträchtigungen zusammen „Den kompletten Triathlon mitzumachen, würde für die meisten wohl eine zu große Anstrengung werden“, betonte Guido Moormann, Fachbereichsleiter Wohnen und Assistenz des Andreaswerkes. Daher hätte sich jeder nach seinen eigenen Fähigkeiten und Interessen für eine der drei Sportarten entscheiden können. Zum Teil werden die Sportler mit Beeinträchtigungen zum Beispiel beim Radfahren durch einen Assistenten begleitet. Insgesamt starten in diesem Jahr 16 inklusive Teams.

Bei den „Teams triklusiv“ handelt es sich um ein ehrenamtlich betreutes, inklusives Engagementprojekt, das Menschen mit Beeinträchtigungen zum zweiten Mal ermöglicht, an dem Staffelmarathon teilzunehmen.

Einige Änderungen im Reglement machen den Weg für den inklusiven Sport frei. Zum Beispiel der Mindestabstand beim Radfahren kann bei den Duos mit Menschen mit Beeinträchtigungen gar nicht eingehalten werden. BW Lohne und der Triathlon Verband zeigten sich bei dieser Planung aktuell sehr beweglich. Die Startgebühr von 38 Euro pro Staffel übernimmt erneut die Andreas-Stiftung. Trainingshemden für die „Teams triklusiv“ werden von den Firmen Injoy aus Vechta und Lohne gesponsert.

„Die Unterstützung setzt erneut ein starkes Zeichen für inklusiven Sport ihn der Region“, machte Guido Moormann deutlich.Der Triathlon wird ausgerichtet vom TuS Blau-Weiß Lohne. Der Staffelwettkampf im Schwimmen, Laufen und Radfahren startet um 10:00 Uhr.

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Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen aus dem Andreaswerk gemeinschaftlich beim Triathlon im vergangenen Jahr: Silvio Praedel, Jan Thölking, Hausleitung Wohnheim Vechta, Sebastian Praedel, Guido Moormann, Fachbereichsleiter Wohnen und Assistenz sowie Rainer Kalkhoff, Abteilungsleitung Werkstatt Brägeler Forst, Lohne. Foto: Melanie Thiel

veröffentlicht am 06.09.2018.


Aktuelles aus dem Mai


Veranstaltung begeistert über 70 000 Besucher

Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen feiern gemeinsam den 101. Katholikentag in Münster

Während in der Stadt Münster allmählich wieder der Alltag einkehrt, klingt der 101. Katholikentag bei dessen über 70 000 Besuchern weiter nach. „Es war einfach schön“, erzählt Cornelia Süssmann, Seelsorgliche Begleiterin im Andreaswerk. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anke Görtemöller sowie Anne Schröder vom Familienunterstützenden Dienst hatte sie eine vom Offizialat Vechta angebotene Tagesfahrt zum Katholikentag mitorganisiert und begleitet. Fast 50 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung – darunter neun ehrenamtliche Helfer – waren der Einladung gefolgt.

Zwei Wochen danach schwärmen die beiden Seelsorglichen Begleiterinnen noch immer von dem Erlebten, den vielfältigen Angeboten und einem Wetter „wie bestellt“. Nach dem inklusiven Gottesdienst am Vormittag hatten die Teilnehmer in Kleingruppen die Friedensstadt erkundet, an Aktionen teilgenommen und zuletzt gemeinsam an der Überwasserkirche gepicknickt. „Alle vor Ort haben sich viel Mühe gegeben, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen die Veranstaltung gleichermaßen genießen können“, erinnert sich Cornelia Süssmann.

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Die Teilnehmer der Tagesfahrt genossen das vielfältige Angebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.
Foto: Heitkamp
Text: Thiel


Aktuelles aus dem Februar

Die inklusive Theatergruppe TIKITAMBA beeindruckte am Donnerstag, den 08. Februar 2018, vor gut 100 Zuschauern mit der Uraufführung einer Maskenperformance. Die rund 15-minütige Darbietung im Foyer des Kreishauses in Vechta trug den Titel "Weltspiegel". In emotionalen Spielszenen zeigte das Ensemble die weltweiten menschlichen Auseinandersetzungen um Macht. Die Dramaturgie beinhaltete Bilder von Gewalt, Unterdrückung und Vertreibung,- aber auch den Weg zum Frieden. Die Szenen wurden vom Regisseur Rainer Pfeiffer mit Trommelmusik und den Klängen tibetischer Klangschalen begleitet. Die verwendeten Masken und Kostüme wurden in stundenlanger Handarbeit von Gertrud Bünger, Monika und Rainer Pfeiffer erstellt.
Der Auftritt von TIKITAMBA war ein Programmpunkt im Rahmen der Eröffnung einer Fotoausstellung und wurde von den Anwesenden mit tosendem Applaus bedacht.

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Fotos: Melanie Thiel
Text: Maria Pundsack, Mitarbeiterin Wohnbereich



Aktuelles aus dem Dezember

 

Pizzabacken mit Schülern der Justus von Liebig Schule

Projekt „füreinander“ geht in die zweite Runde

Pizza statt Lebkuchen und Weihnachtsschokolade: Die Bewohnerinnen und Bewohner der Betreuten Wohngruppe am Alten Ziegelhof in Vechta freuten sich über eine willkommene kulinarische Abwechslung in der Vorweihnachtszeit. Dafür verantwortlich waren vier Schülerinnen und ein Schüler der Fachschule Heilerziehungspflege der Justus von Liebig Schule, die am 18.12.2017 in der Wohngruppe zu Gast waren, um sich im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen ihrer Schule und dem Andreaswerk für und mit Menschen mit Beeinträchtigung zu engagieren. Begleitet von einer Lehrkraft krempelten die Gäste denn auch gleich die Ärmel hoch, denn gemeinsames Pizzabacken mit sieben Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnstätte stand auf dem Programm. „Nach anfänglichem Beschnuppern, wurden alle Beteiligten recht schnell warm miteinander“, freut sich der Hausleiter Helmut Ortmann mit Blick auf die gelungene Aktion.
Um die nicht unerhebliche Menge an Pizzen herzustellen, teilten sich die Aktiven in zwei gemischte Gruppen auf. „Zum Glück gibt es zwei Küchen in diesem Haus“, zeigt sich eine der Schülerinnen beeindruckt und ergänzt: „Es ist richtig schön hier und ganz toll, wie herzlich die Bewohnerinnen und Bewohner uns hier willkommen geheißen haben“. Letztgenannte ließen sich dann auch nicht lange bitten und führten die Gäste voller Stolz durch ihr Wohnhaus. Die waren dann auch prompt ein weiteres Mal beeindruck: nicht nur von den Fähigkeiten der Bewohnerschaft beim Backen sondern von deren Selbstständigkeit im Allgemeinen. „Das hätten wir nie gedacht, das die Bewohner das alles so gut alleine hinbekommen“, hieß es.
Beim gemeinsamen Essen wurde noch viel miteinander geredet und gelacht, so dass der gemeinsame Abend nach gut drei Stunden zur allgemeinen Zufriedenheit endete.
Dass Aktionen wie diese geeignet sind, Menschen einander näher zu bringen, dokumentierte sich eindrucksvoll daran, dass sich einige Schülerinnen im Anschluss an die Aktion Interesse an einer freiwilligen Tätigkeit im Wohnbereich bekundeten. Und so wurde vereinbart, sich gleich im neuen Jahr über die bestehenden Möglichkeiten zu verständigen.

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Festlich gedeckte Kaffeetafel und weihnachtliche Atmosphäre

Weihnachtslieder bei Kerzenschein, begleitet auf der Gitarre und dazu eine festlich gedeckte Kaffeetafel. Das waren die Zutaten für einen gelungenen Nachmittag im Seniorenhaus Lohne in lockerer und geselliger Atmosphäre. Viele Angehörige, Betreuer und Mitarbeiter waren am 02. Dezember 2017 der Einladung der Bewohner des Hauses an der Stettiner Straße gefolgt. Zur Freude der Hausleitung Theresia Endrejat, die alle Anwesenden herzlich begrüßte und sich für das zahlreiche Erscheinen bedankte. In den gut zweieinhalb Stunden des Zusammensein wurde viel geplaudert und gelacht, es wurde gemeinsam gesungen und auch ein Nikolaus-Gedicht vorgetragen. Am Ende waren sich alle Anwesenden einig: Das war eine schöne und besinnliche Adventsfeier und muss im nächsten Jahr deshalb unbedingt wiederholt werden.

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Aktuelles
aus dem November