Werk|A startet am 1. April in Lohne

Lohne - Zwar steigt seit Jahren die Zahl an Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Doch seien die Angebote für sie oft begrenzt, bedauerte Erster Kreisrat Hartmut Heinen jetzt bei einem Pressegespräch in der Deichstraße 14-16 in Lohne. Mit Werk|A entsteht dort aktuell ein neues, niedrigschwelliges Beschäftigungsangebot, das sich gezielt an diese Personengruppe richtet. Am 1. April (Montag) soll das Projekt des Andreaswerkes, das vom Landkreis finanziert und dessen Sozialpsychiatrischen Dienst begleitet wird, offiziell starten. Worum es dabei genau geht, erklärte Hartmut Heinen gemeinsam mit Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, Rainer Kalkhoff, Projektleiter Werk|A und Abteilungsleiter Werkstatt Brägeler Forst, sowie Michael Mähs, Ansprechpartner vor Ort.

Dass Bedarf an einem solchen Beschäftigungsangebot besteht, ist in der Fachwerkstatt für psychisch kranke Menschen am Brägeler Forst schon länger Thema. „Wir haben bereits vor zwei, drei Jahren festgestellt, dass die Anforderungen in der Werkstatt für manche Beschäftigte noch zu hoch sind und einige die Maßnahme aufgrund des erlebten Erfolgsdrucks auch abbrechen“, erzählte Rainer Kalkhoff. Entsprechend geben im Werk|A die Klienten selbst das Tempo vor und entscheiden für sich, ob und wann sie arbeiten können und möchten. Gleichzeitig sind die Aufgaben aus dem Bereich Industriemontage so gewählt, dass sie keinerlei Vorkenntnisse erfordern und möglichst leicht erlernbar und ausführbar sind.

Das Ziel: Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung sollen hier ohne Druck erste Schritte in Richtung Beschäftigung gehen, sich beraten lassen und neue Kontakte knüpfen können. Für jede gearbeitete Stunde erhält der Teilnehmer eine Motivationszuwendung in Höhe von 1 Euro. Eine Verpflichtung, täglich zu kommen oder eine bestimmte Stundenzahl zu arbeiten, bestehe für die 15 möglichen Teilnehmer allerdings nicht, so Ansprechpartner Michael Mähs. „Jeder hat die Möglichkeit, auch einfach so vorbeizuschauen. Zum Beispiel, um einen Kaffee zu trinken und sich zu unterhalten.“ Allein nach oben hin sei die Beschäftigungszeit begrenzt – auf 15 Stunden pro Woche.

Der Landkreis Vechta finanziert das Projekt zunächst für die kommenden drei Jahre mit 68.000 Euro jährlich. „Als das Andreaswerk mit der Idee auf uns zukam, haben wir schnell erkannt, dass wir mit diesem Angebot eine Lücke schließen können“, machte Erster Kreisrat Hartmut Heinen im Gespräch deutlich. Und dank ähnlicher Projekte aus anderen Kreisen wisse man längst, wie erfolgreich diese Ansätze seien. Besonders wichtig ist ihm nun, dass potentielle Teilnehmer auch aus anderen Städten und Gemeinden des Landkreises nach Lohne gelangen und das Angebot damit nutzen können.   

Der Standort ist demnach keineswegs zufällig gewählt. „Lohne liegt sehr zentral im Landkreis und ist mit Bus und Bahn sehr gut zu erreichen“, erläuterte Matthias Warnking. Die Räumlichkeiten in der Deichstraße – und damit in direkter Nähe zum Bahnhof auf der einen und der Innenstadt auf der anderen Seite – bezeichnete der Geschäftsführer des Andreaswerkes als ideal. Auch, weil sie dank ihrer Größe und Aufteilung zusätzlichen Platz für die Ambulante Wohnassistenz bieten. „Die räumliche Vernetzung ermöglicht es den beiden Angeboten und ihren Mitarbeitern, hier Hand in Hand zu arbeiten“, betonte er.

Werk|A ist montags bis freitags jeweils von 9:00 bis 12:30 Uhr geöffnet. Interessierte können in dieser Zeit gerne in der Deichstraße vorbeischauen oder sich mit Rainer Kalkhoff unter Telefon (04442) 70507-11 beziehungsweise Michael Mähs unter Telefon (04442) 70222-32 in Verbindung setzen. Wer möchte, hat die Möglichkeit, sofort mit der Arbeit zu starten. Die Mitarbeiter von Werk|A übernehmen alles Weitere. Mehr Infos gibt es auch im Internet unter www.werk-a.net.

werk a lqV.l.n.r.: Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, Michael Mähs, Ansprechpartner Werk|A, Erster Kreisrat Hartmut Heinen und Rainer Kalkhoff, Projektleiter, freuen sich, dass es bald losgehen kann.

Entwicklung vor Ort ist sehr positiv verlaufen

Steinfeld - Die Frage, ob Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam betreut werden können, ist für Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten des Andreaswerkes, „pädagogisch längst beantwortet“. „Das funktioniert hervorragend“, betont er auch mit Blick auf die derzeit gut 540 Ein- bis Sechsjährigen mit und ohne besonderen Förderbedarf, die eine Krippe, einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte des Andreaswerkes besuchen. Allein am Standort „Schemder Bergmark“ in Steinfeld hält der Verein aktuell rund 120 Plätze in den Einrichtungen „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Jakobus“ sowie „Sprachheilkindergarten und Kindertagesstätte St. Felicitas“ vor. Und: „Der Bedarf ist da“, wie der Fachbereichsleiter jetzt im Rahmen eines Rundgangs mit dem neuen Ersten Gemeinderat Oliver Netzband sowie Gemeindemitarbeiterin Christina Böckenstette unterstrich.

Für Netzband, der sein Amt seit Herbst 2018 innehat, war es der erste Besuch in den insgesamt vier Häusern des Andreaswerkes in Steinfeld – darunter die Kindergärten, die benachbarte Frühförderung sowie die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Ihm sei wichtig, in der Gemeinde ansässige Einrichtungen wie die des Andreaswerkes auch persönlich kennenzulernen, so der Diplom-Verwaltungswirt. Begleitet wurden er und Christina Böckenstette dabei von Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, Fachbereichsleiter Siegfried Böckmann, Abteilungsleiterinnen Monika Hackmann, Stephanie Schröder und Ute Schaarschmidt sowie WfbM-Mitarbeiterin Lea Dyckmanns.

Bereits 1993 ging mit der Frühförderung die erste Einrichtung des Andreaswerkes in Steinfeld an den Start. Gut 100 Förderplätze für Kinder von 0 Jahren bis zur Einschulung stehen dort inzwischen zur Verfügung. „Auffälligkeiten können in verschiedenen Bereichen der Entwicklung auftreten, wie der Sprache oder der Motorik. Entsprechend groß ist die Bandbreite an Kindern, die bei uns gefördert werden“, berichtete in diesem Zusammenhang Abteilungsleiterin Ute Schaarschmidt. Die Nähe der Frühförderung und der beiden Kindergärten zueinander sehen sie, Monika Hackmann, Abteilungsleiterin St. Jakobus, und Stephanie Schröder, Abteilungsleiterin St. Felicitas, dabei als besonderen Vorteil des Standortes. „So können nicht nur die Einrichtungen Hand in Hand arbeiten. Auch die Eltern profitieren von den kurzen Wegen“, erklärte Stephanie Schröder.

Eine weitere Besonderheit in Steinfeld: Nur in der hiesigen Werkstatt an der Handorfer Straße betreibt das Andreaswerk eine eigene Bäckerei – inklusive Herstellung veganer Kekse. 2009 in Betrieb genommen und 2017 zuletzt erweitert, ist die WfbM in Steinfeld mit ihren zirka 150 Beschäftigten mit Beeinträchtigungen heute zahlenmäßig die zweitgrößte Werkstatt des Andreaswerkes nach Vechta. „In allen Bereichen ist die Entwicklung vor Ort sehr positiv verlaufen – auch und gerade wegen der traditionell guten Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde“, stellte Matthias Warnking gegenüber seinen Gästen fest. Umso mehr freue er sich über das Interesse des neuen Ersten Gemeinderates an der Arbeit des Andreaswerkes und hoffe, diesen bald wieder in den Räumlichkeiten des Vereins begrüßen zu dürfen.


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V.l.n.r.: Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten, Ute Schaarschmidt, Abteilungsleiterin Frühförderung Steinfeld, Stephanie Schröder, Abteilungsleiterin Sprachheilkindergarten und Kindertagesstätte St. Felicitas, Oliver Netzband, Erster Gemeinderat, Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, Christina Böckenstette, zuständig für Krippen, Kindergärten und Schulwesen bei der Gemeinde Steinfeld, sowie Monika Hackmann, Abteilungsleiterin Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Jakobus, bei ihrem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Einrichtung „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Jakobus“.

Infoabend zum Thema Behindertentestament

Vechta - Wie kann ich gut für mein Kind vorsorgen? Diese Frage treibt gerade Eltern eines Kindes mit Beeinträchtigungen um. Denn: Menschen mit Beeinträchtigungen sind häufig auf staatliche Hilfen angewiesen. Verfügen sie plötzlich über eigenes Vermögen, etwa durch eine Erbschaft, können diese Leistungen reduziert werden oder sogar komplett wegfallen. Von dem Nachlass profitieren die Erben in einem solchen Fall kaum.

Was Mutter und Vater tun können, damit der Staat nach dem jeweiligen Tod nicht auf das jeweilige Erbe zugreift, erläutert Notar a.D. und Rechtsanwalt Ewald Kober am 6. März (Mittwoch) in der Erich Kästner-Schule Vechta, Grafenhorststraße 19. Der Referent gibt an diesem Abend einen Einblick in die Themen Erben und Vererben im Allgemeinen sowie das Behindertentestament im Besonderen. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 3 Euro pro Person erhoben.

Zwei Infoabende zum Behindertentestament hat Alexandra Zumbrägel, Abteilungsleiterin Erich Kästner-Schule Damme, bereits mitorganisiert. Dass nun eine dritte Auflage folgt, sei insbesondere ein Wunsch des Elternrates gewesen, betont sie. „Es handelt sich um ein Thema, das alle Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen früher oder später beschäftigt und zugleich hochkomplex ist, da jedes Testament auf die individuelle Situation zugeschnitten werden muss. Der Informationsbedarf ist hier entsprechend sehr groß.“

Zu der Veranstaltung am 6. März sind daher laut Alexandra Zumbrägel ausdrücklich alle Interessierten eingeladen. Eine Verbindung zur Erich Kästner-Schule oder dem Andreaswerk insgesamt muss nicht bestehen. Anmeldungen nimmt Rita Espelage, Fachbereichsleiterin Schule, bis 1. März (Freitag) telefonisch unter 04441 960-170 oder per E-Mail an entgegen.

Projektgruppe für Gelingende Kommunikation formiert sich

Vechta - Wer nicht sprechen und oft auch nicht lesen kann, benötigt besondere Unterstützungsformen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Piktogramme, Leichte beziehungsweise Einfache Sprache, Gebärden und Tablets sind dabei nur einige Beispiele, wie Kommunikation unter erschwerten Bedingungen gestaltet werden kann. Hier setzt das dreijährige Projekt Gelingende Kommunikation an, das der Verbund „Die Vielfalter – Experten für Teilhabe“ Anfang 2019 mit großer Unterstützung von Aktion Mensch auf den Weg gebracht hat.

Acht Träger der Behindertenhilfe - darunter das Andreaswerk - hatten bereits im Rahmen eines vom Land Niedersachsen geförderten Vorgängerprojekts gemeinsame Standards zu Gelingender Kommunikation (GK) entwickelt, die nun praktisch um- und eingesetzt werden sollen. Eine entsprechende Projektgruppe, an der neben den acht Trägern auch eine Vertreterin des Werkstattrates der Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten beteiligt ist, hat sich inzwischen formiert und erste Termine und Meilensteine abgestimmt.

Die erarbeiteten Standards sind nicht nur für die insgesamt rund 16 000 Klientinnen und Klienten sowie 6 600 Mitarbeitenden der beteiligten Einrichtungen von Bedeutung, sie wirken ebenso in den Sozialraum hinein. Denn es sind oft die kleinen Dinge, die zur Lebensqualität beitragen und im Alltag zählen: zum Bäcker gehen, Sport- und Freizeitangebote nutzen, ein Restaurant, eine Arztpraxis oder die Apotheke aufsuchen und vieles mehr. Sollen auch Menschen mit kommunikativen Einschränkungen nicht nur dabei, sondern mittendrin sein, braucht es an diesen Stellen konkrete Hilfen.

Innerhalb des Andreaswerkes haben die beiden neuen GK-Beauftragten Maria Lampe-Bernholt und  Kerstin Müller die Aufgabe, die Ziele des Projektes umzusetzen. Dabei legt Maria Lampe-Bernholt, die auch im Sprach-Werk (Büro für Leichte Sprache) tätig ist, ihren Schwerpunkt in die Fachbereiche Werkstatt, Wohnen und Assistenz sowie Verwaltung und Zentrale Dienste. Kerstin Müller, Mitarbeiterin aus dem Heilpädagogischen Kindergarten und der Kindertagesstätte St. Jakobus Steinfeld, konzentriert sich auf die Fachbereiche Frühförderung, Kindergarten und Schule. „Unsere ersten Schritte werden sicherlich die Information und Schulung der Mitarbeiter, die Bedarfsermittlung in den Fachbereichen sowie die Anschaffung und Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln sein“, gibt Maria Lampe-Bernholt einen Ausblick auf die anstehenden Aktivitäten.

In der Projektgruppe sind folgende Einrichtungen vertreten: Andreaswerk (Vechta), Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, Caritas-Verein Altenoythe, Christophorus-Werk Lingen, Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, Lebenshilfe Nordhorn, St.-Lukas-Heim Papenburg, Vitus Meppen sowie der Werkstattrat der Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten.


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V.l.: Die beiden Beauftragten für Gelingende Kommunikation im Andreaswerk, Kerstin Müller und Maria Lampe-Bernholt, haben in den kommenden Wochen und Monaten viel vor.
Foto: Thiel

 

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Fachpersonal ist das A und O

Damme - Insgesamt 5,5 Milliarden Euro will der Bund im Rahmen des „Gute-KiTa-Gesetzes“ bis 2022 in die frühkindliche Bildung investieren. Das Ziel: Die Qualität in der Kinderbetreuung soll verbessert werden – bei gleichzeitiger finanzieller Entlastung der Eltern. Um dieses und weitere Themen, wie die „Kita für alle“, ging es jetzt bei einem Besuch von Christian Calderone, MdL (CDU) und Bürgermeister Gerd Muhle in der Dammer Kindertagesstätte St. Martin. Das Andreaswerk als Träger der Einrichtung stellt dort aktuell rund 90 Plätze für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen zur Verfügung, in der benachbarten Kindertagesstätte  St. Katharina sind es knapp 70. 

Flexible Betreuungszeiten und ein guter Erzieher-Kind-Schlüssel sind entscheidende Faktoren bei der Betreuungsqualität. Doch nur mit einer ausreichenden Anzahl ausgebildeter Mitarbeiter lassen sich diese Punkte auch umsetzen. Das Personal sei das A und O, betonten entsprechend Ursula Buschermöhle, Abteilungsleiterin St. Martin, und Christina Ortmann, Abteilungsleiterin St. Katharina, gegenüber den Gästen aus der Politik. Der anhaltende Fachkräftemangel bei den Erzieherinnen und Erziehern bereitet ihnen sowie Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, bereits seit Längerem Sorgen. „Erzieher zu bekommen, ist schon jetzt schwierig“, machte Matthias Warnking deutlich. Umso wichtiger sei nun, die Ausbildung für potentielle Interessenten attraktiver zu machen.

Einen guten ersten Schritt in diese Richtung sehen Christian Calderone und Bürgermeister Gerd Muhle in der geplanten Schulgeldfreiheit für Erzieher. „Es ist kaum zu erklären, warum der Zugang zu den Bereichen, in denen wir dringend Leute benötigen, durch Schulgeld und ähnliche Hürden noch erschwert wird“, unterstrich der Landtagsabgeordnete. Klar scheint derzeit: Der Bedarf an Betreuungsplätzen und damit an Fachpersonal wird auch in Damme vorerst auf einem hohen Niveau bleiben.

Eine Entwicklung, die sich in den stetigen Erweiterungen der Kindertagesstätten des Andreaswerkes vor Ort widerspiegelt. Zuletzt war 2018 in der Kindertagesstätte St. Katharina eine zweite integrative Kindergartengruppe hinzugekommen. Neun Gruppen sind es in den beiden Einrichtungen seither insgesamt – darunter drei Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen sowie vier integrative Kindergartengruppen.

„Wir möchten mit unseren Häusern im Herzen von Damme eine Anlaufstelle für alle Kinder sein, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, ihrer Herkunft oder einem möglichen Förderbedarf“, erläuterte Matthias Warnking. Die „Kita für alle“ sei ein Konzept, so der Geschäftsführer, das derzeit an allen Standorten des Fachbereiches Kindergarten weiter vorangebracht werde. Dazu gehören neben den beiden Kindertagesstätten in Damme auch Einrichtungen in Vechta, Bakum, Visbek und Steinfeld.